Das Wort besteht aus drei Bausteinen: „in-„ (auf … hin, in eine Richtung) + „dic“ (sagen, verkünden) + „-ate“ (Verb-Endung).
„etwas in eine Richtung hin aussagen“ ist das Kernbild, und daraus wird „indicate“ = „hinweisen auf“, „anzeigen“, „darauf hindeuten“. Klar?
- 1 indicate Bedeutung – das Kernbild ist „auf etwas hin sagen“
- 2 „hinweisen auf“ auf Englisch – warum eine Vokabel hier nicht reicht
- 3 indicate vs show – der Unterschied, den Muttersprachler sofort hören
- 4 Vorsicht, falsche Freunde: „Indiz“ ist nicht indication – und ein indicator ist ein Blinker
- 5 indicate Aussprache im Englischen – die Betonung ist die eigentliche Hürde
- 6 Grammatik und Satzmuster: So baust du „indicate“ richtig ein
- 7 Der Wortursprung von „indicate“: in- + dic + -ate
- 8 indicate – Bedeutung, Unterschied zu show und Merkhilfe im Überblick
indicate Bedeutung – das Kernbild ist „auf etwas hin sagen“
„indicate“ (Aussprache: /ˈɪndɪkeɪt/, IN-di-keit, Verb) bedeutet „auf etwas hinweisen“, „etwas anzeigen“, „darauf hindeuten“, „zu verstehen geben“ und – im Britischen – sogar „blinken“.
Auseinandergenommen steckt darin das lateinische indicare = „in-“ (auf … hin) + „dicare“ (feierlich verkünden, ansagen). Das gemeinsame Kernbild aller Bedeutungen ist also „mit dem Finger oder mit Worten in eine Richtung deuten“.
Schau mal, der Trick steckt in dem winzigen „in-„.
Es ist hier keine Verneinung wie in „incorrect“ oder „invisible“, sondern die Richtungsvariante: „hin zu“, „auf … hin“. Und „dic“ kennst du längst aus dictionary, dictate und predict – überall geht es ums Sagen.
Genau das ist der Punkt! Deshalb passt „indicate“ so gut zu Messgeräten, Statistiken und Symptomen: Die sagen dir etwas, ohne es dir vorzuführen.
Ein Fieberthermometer zeigt nicht die Krankheit – es sagt dir, in welche Richtung du denken sollst.
In modernen Wörterbüchern findest du im Wesentlichen fünf Verwendungen. Es lohnt sich, sie einmal nebeneinanderzulegen, weil im Deutschen dafür ganz verschiedene Verben stehen:
Die fünf Grundbedeutungen von „indicate“
1. Ein Zeichen für etwas sein ⇒ auf etwas hindeuten, auf etwas schließen lassen
2. Auf etwas zeigen ⇒ (mit der Hand, dem Kopf, einer Geste) auf etwas deuten
3. Etwas zu verstehen geben ⇒ kurz äußern, andeuten, signalisieren
4. Etwas darstellen / abbilden ⇒ in Grafiken, Tabellen, auf Karten: eingezeichnet sein
5. (britisch, Auto) ⇒ blinken, den Blinker setzen
Grundbeispiele zu Bedeutung und Gebrauch
【1. auf etwas hindeuten】
・Research indicates that over 80% of teachers are dissatisfied with their salary.
(Studien deuten darauf hin, dass über 80 % der Lehrkräfte mit ihrem Gehalt unzufrieden sind.)
・A high fever may indicate an infection.
(Hohes Fieber kann auf eine Infektion hindeuten.)【2. auf etwas zeigen】
・„That’s her,“ said Toby, indicating a girl on the other side of the room.
(„Das ist sie“, sagte Toby und deutete auf ein Mädchen auf der anderen Seite des Raums.)【3. zu verstehen geben】
・The government has already indicated its willingness to cooperate.
(Die Regierung hat bereits zu verstehen gegeben, dass sie zur Zusammenarbeit bereit ist.)【4. darstellen / eingezeichnet sein】
・Sales targets are indicated on the graph by a dotted line.
(Die Umsatzziele sind in der Grafik durch eine gestrichelte Linie dargestellt.)【5. blinken (britisches Englisch)】
・Don’t forget to indicate before you pull out.
(Vergiss nicht zu blinken, bevor du ausscherst.)
„hinweisen auf“ auf Englisch – warum eine Vokabel hier nicht reicht
Wenn du „hinweisen auf“ nachschlägst, bekommst du oft nur indicate angeboten. Das ist die Stelle, an der viele deutschsprachige Lernende ins Rutschen kommen – denn das Deutsche macht mit hinweisen zwei völlig verschiedene Dinge gleichzeitig, die das Englische streng trennt.
Vergleich mal diese zwei deutschen Sätze:
① Sie wies uns höflich auf die Schwierigkeiten hin.
② Alle Anzeichen weisen darauf hin, dass sich das Wetter ändert.
Im Deutschen steht beide Male „hinweisen“. Im Englischen ist ① aber point out und ② ist indicate. Der Unterschied: Bei ① macht ein Mensch absichtlich aufmerksam, bei ② lässt ein Sachverhalt etwas erkennen.
Hier ist die Zuordnung im Überblick. Nimm dir kurz Zeit dafür – wenn du diese Tabelle im Kopf hast, klingen deine englischen Sätze sofort natürlicher:
Deutsche Ausdrücke und ihre englischen Entsprechungen
●jemanden auf etwas hinweisen (ein Mensch macht aufmerksam)
⇒ point sth out (to sb) / draw sb’s attention to sth
・She politely pointed out the difficulties to us.
●etwas deutet / weist darauf hin, dass … (ein Befund lässt schließen)
⇒ sth indicates that … / sth suggests that … / sth points to sth
・All the signs indicate that the weather is going to change.
●anzeigen (ein Gerät, eine Skala)
⇒ indicate / show / read
・The gauge indicated a pressure of two bar.
●deuten auf (wissenschaftlich, vorsichtig)
⇒ point to / indicate
・The findings point to a link between sleep and memory.
●andeuten (leise, indirekt sagen)
⇒ hint at / imply / indicate
Gute Frage! Da sagst du auf Englisch „point out a danger“ oder noch idiomatischer „warn about a danger“.
Wenn du dort „indicate a danger“ schreibst, klingt es so, als würde die Gefahr selbst irgendwo angezeigt werden – also eher wie eine Anzeige auf dem Armaturenbrett als wie eine Warnung von einem Menschen.
indicate vs show – der Unterschied, den Muttersprachler sofort hören
Beide Wörter landen im Wörterbuch unter „zeigen“. Trotzdem sind sie nicht austauschbar, und der Unterschied ist erstaunlich systematisch.
⇒ „auf etwas hin sagen“ (Schlussfolgerung) vs. „vor Augen führen“ (direkte Vorführung)
Merk dir es so:
show ⇒ „Ich lege es dir direkt vor die Augen“ = vorzeigen, vorführen, direkt belegen
indicate ⇒ „Es weist in eine Richtung, du musst selbst schließen“ = hindeuten, nahelegen, anzeigen
Bei show ist das Ergebnis schon sichtbar. Bei indicate steht am Ende immer noch ein kleiner Gedankenschritt, klar?
Ganz genau, und das ist im akademischen Englisch sogar eine bewusste Technik!
„The results show …“ behauptet: Das ist bewiesen.
„The results indicate …“ behauptet: Das ist meine Deutung der Zahlen.
Weil man mit Daten selten etwas endgültig beweist, greifen Forschende sehr oft zu indicate oder suggest. Das nennt man „hedging“ – vorsichtiges Formulieren.
Und es gibt noch eine zweite, sehr praktische Trennlinie: wer im Satz vorne steht.
indicate / show im Situationsvergleich
●The data indicate a slight decline in sales.
„Die Daten deuten auf einen leichten Umsatzrückgang hin.“
⇒ Die Zahlen selbst legen einen Schluss nahe. Typisches Subjekt: data, research, evidence, symptoms, figures.
●Let me show you the sales figures.
„Ich zeige dir mal die Umsatzzahlen.“
⇒ Ein Mensch führt jemandem etwas konkret vor. „Let me indicate you the figures“ ist schlicht falsch.
●The map indicates the border.
„Auf der Karte ist die Grenze eingezeichnet.“
⇒ Ein Symbol steht stellvertretend für etwas.
●She showed me her passport.
„Sie zeigte mir ihren Reisepass.“
⇒ Etwas Reales wird physisch vorgelegt – hier geht nur show.
●He indicated the chair with a nod.
„Er deutete mit einem Nicken auf den Stuhl.“
⇒ Zeigen ohne Worte, in eine Richtung. Hier passt indicate besser als show.
Vorsicht, falsche Freunde: „Indiz“ ist nicht indication – und ein indicator ist ein Blinker
Jetzt kommt der Teil, der im Deutschen wirklich für Ärger sorgt. Die Wortfamilie rund um indicate ist auch bei uns angekommen – aber mit verschobener Bedeutung.
1. Indiz ⇒ nicht „indication“, sondern „circumstantial evidence“
Das deutsche Indiz (Plural: Indizien) ist laut Duden vor allem ein Begriff der Rechtssprache: ein Umstand, der mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit auf einen Sachverhalt oder auf die Täterschaft einer Person schließen lässt. Es stammt vom lateinischen indicium („Anzeige, Zeichen“) – also aus derselben Familie wie indicate.
Das englische indication ist dagegen ganz alltäglich und juristisch völlig unauffällig: ein Anzeichen, ein Hinweis, ein Zeichen.
Schau mal den Klassiker an:
Deutsch: Das Urteil stützt sich auf Indizien.
Englisch: The verdict is based on circumstantial evidence.
Wenn du hier „based on indications“ schreibst, versteht dich niemand als Jurist – es klingt eher wie „gestützt auf ein paar vage Anzeichen“. Indizienbeweis heißt circumstantial evidence, und mehr braucht es nicht.
Ganz genau. Umgekehrt ist indication im Englischen sehr breit und sehr häufig:
・There was no indication of forced entry to the building.
(Es gab keine Anzeichen für einen Einbruch.)
・Dark green leaves are a good indication of healthy roots.
(Dunkelgrüne Blätter sind ein gutes Zeichen für gesunde Wurzeln.)
・Could you give me some indication of when you’ll be ready?
(Kannst du mir ungefähr sagen, wann du so weit bist?)
2. Indicator ⇒ im britischen Englisch der Blinker
Und hier ist die Falle, die im Alltag am schnellsten zuschlägt. Im britischen Englisch sind die indicators die blinkenden Lichter am Auto – also schlicht der Blinker (technisch: Fahrtrichtungsanzeiger). Im amerikanischen Englisch heißt dasselbe Teil turn signal.
・Your indicator’s still on.
(Dein Blinker läuft noch. – britisch)
・He turned left without indicating.
(Er ist links abgebogen, ohne zu blinken. – britisch)
・Put your turn signal on.
(Setz den Blinker. – amerikanisch)
Ja, und logisch ist es sogar sehr sauber! Der Blinker „sagt“ den anderen, in welche Richtung du willst – das ist wortwörtlich „in-“ + „dic“: auf etwas hin sagen.
Nebenbei: Ein indicator ist auch der Zeiger an einem Messgerät, ein Indikator in der Chemie und eine Kennzahl in der Wirtschaft: „economic indicators“ = Konjunkturindikatoren.
indicate Aussprache im Englischen – die Betonung ist die eigentliche Hürde
Bei diesem Wort ist nicht der Klang das Problem, sondern die Betonung. Denn im Deutschen liegt sie bei fast allen Verwandten weiter hinten: In-di-KA-tor, in-di-zie-ren, In-di-zien. Wer dieses Muster ins Englische mitnimmt, landet automatisch falsch.
Die Wortfamilie und ihre Betonung
●indicate /ˈɪndɪkeɪt/ ⇒ IN-di-keit (Betonung auf der 1. Silbe!)
●indicator /ˈɪndɪkeɪtə(r)/ ⇒ IN-di-kei-tə (auch hier vorne! nicht wie „Indikator“)
●indication /ˌɪndɪˈkeɪʃn/ ⇒ in-di-KEI-schn (hier springt die Betonung nach hinten)
●indicative /ɪnˈdɪkətɪv/ ⇒ in-DI-kə-tiv (und hier auf die 2. Silbe!)
Klingt schlimmer, als es ist! Es gibt eine Regel dahinter: Die Endungen -tion und -ive ziehen die Betonung zu sich, -ate und -ator nicht.
Also: Bei indicate und indicator immer vorne betonen. Damit hast du 90 % der Fälle abgedeckt.
Dazu kommen zwei typische Aussprachefehler, die schnell zu beheben sind:
- -ate wird /eɪt/ gesprochen, nicht /aːt/. Also „in-di-keit“ – auf keinen Fall „in-di-kaat“ und auch kein Schwa am Ende wie in „indikate-e“.
- Das „c“ ist ein hartes /k/. Kein „z“ wie in „indizieren“. Das gilt auch für indicator und indication (dort wird aus „-ca-“ allerdings /keɪ/).
Kleiner Extra-Hinweis: Beim Adjektiv indicative wird das „a“ zum unbetonten Schwa /ə/ – deshalb klingt es wie „in-DIK-ə-tiv“ und eben nicht wie „indi-KEI-tiv“. Das ist das übliche englische Spiel: Was nicht betont ist, wird geschluckt.
Grammatik und Satzmuster: So baust du „indicate“ richtig ein
„indicate“ ist ein transitives Verb – es braucht ein Objekt. Die folgenden vier Muster decken praktisch alles ab, was dir in Texten begegnet.
1. Das Standardmuster: indicate that + Satz
Das mit Abstand häufigste Muster, vor allem mit Daten oder Untersuchungen als Subjekt. Das „that“ darf im informellen Englisch auch wegfallen.
【Beispiele】
・The survey indicates that customers want shorter delivery times.
(Die Umfrage deutet darauf hin, dass Kundinnen und Kunden kürzere Lieferzeiten wollen.)
・Early results indicate the new method works.
(Erste Ergebnisse deuten darauf hin, dass die neue Methode funktioniert.)
2. indicate + Nomen / indicate + Fragewort
Direkt mit einem Objekt oder mit einem indirekten Fragesatz (how, when, whether, which …).
【Beispiele】
・The arrow indicates the direction of the flow.
(Der Pfeil zeigt die Fließrichtung an.)
・The report doesn’t indicate how the money was spent.
(Aus dem Bericht geht nicht hervor, wofür das Geld ausgegeben wurde.)
・Please indicate whether you will attend.
(Bitte gib an, ob du teilnimmst.)
3. Passiv und die Formel „as indicated in / by“
In Berichten, Hausarbeiten und Präsentationen ist diese Wendung Gold wert – sie verweist elegant auf eine Abbildung oder eine Quelle.
【Beispiele】
・As indicated in Figure 2, the curve flattens after 2020.
(Wie in Abbildung 2 dargestellt, flacht die Kurve nach 2020 ab.)
・The risk is indicated by the red area on the map.
(Das Risiko wird durch die rote Fläche auf der Karte angezeigt.)
4. Die drei häufigsten Fehler
Typische Fehler mit „indicate“
✗ He indicated me to sit down.
✓ He indicated that I should sit down. / He gestured to me to sit down.
⇒ „indicate“ nimmt keine Person + to-Infinitiv. Anders als bei „ask“ oder „tell“ geht das nicht.
✗ The study indicates about a problem.
✓ The study indicates a problem. / The study points to a problem.
⇒ Kein „about“ dahinter. Das deutsche „auf … hin“ verführt hier zu einer Präposition, die es im Englischen nicht gibt.
✗ She indicated me the difficulties.
✓ She pointed out the difficulties to me.
⇒ „indicate“ hat kein doppeltes Objekt wie „give“ oder „show“. Wenn eine Person aufmerksam macht, nimm point out.
Der Wortursprung von „indicate“: in- + dic + -ate
Jetzt schauen wir noch einmal genauer in den Baukasten. Denn wenn du die drei Teile verstanden hast, bekommst du gratis ein halbes Dutzend weiterer Vokabeln dazu.
„in-“ bedeutet hier „auf … hin“, nicht „nicht“
Das Präfix in- hat im Englischen zwei völlig verschiedene Aufgaben. In incorrect, invisible oder informal verneint es. In indicate, include, invade oder inject bedeutet es dagegen „hinein, hin zu, auf … hin“. Genau diese zweite Variante steckt in unserem Wort.
„dic“ ist die Wurzel des Sagens
Der Kern dic / dict geht auf lateinisch dicere / dicare („sagen, verkünden“) zurück und dahinter auf die indogermanische Wurzel *deik- („zeigen, feierlich aussprechen“). Bemerkenswert: Schon in dieser Urwurzel stecken Zeigen und Sagen zusammen – genau das, was „indicate“ bis heute macht.
- dictionary: das Buch, das dir sagt, was Wörter bedeuten ⇒ Wörterbuch
- dictate: etwas zum Aufschreiben aussprechen ⇒ diktieren, vorschreiben
- predict: „pre-“ (vorher) + „dict“ (sagen) ⇒ vorhersagen
- verdict: „ver-“ (wahr) + „dict“ (sagen) ⇒ Urteil, Schuldspruch
- dedicate: „de-“ (herab, feierlich) + „dicare“ ⇒ widmen
- index: der Zeigefinger bzw. der Anzeiger ⇒ Index, Register
Besonders schön ist index: Im Lateinischen war das der Zeigefinger – und auf Englisch heißt der Zeigefinger bis heute index finger!
Ein Buchregister, ein Aktienindex, ein Zeigefinger: Alles Dinge, die auf etwas anderes zeigen. Dieselbe Familie wie indicate.
„-ate“ macht daraus ein Verb
Die Endung -ate stammt aus den lateinischen Partizipien auf -atus und bildet im Englischen jede Menge Verben: create, separate, translate, educate – und eben indicate. Historisch tauchte das Verb in den 1650er-Jahren im Englischen auf, entweder direkt aus lateinisch indicatus oder rückgebildet aus dem älteren Substantiv indication, das es bereits im 15. Jahrhundert gab.
Indogermanisch: *deik- (zeigen, feierlich aussprechen)
↓
Lateinisch: dicare (verkünden, ansagen) / index (Zeigefinger, Anzeiger)
↓(Präfix „in-“ = auf … hin)
Lateinisch: indicare (anzeigen, bekannt machen), Partizip indicatus
↓(Übernahme ins Englische, ca. 1650)
Englisch: indicate (auf etwas hinweisen, anzeigen)
↓(ab 1706 erweitert)
Heute: indicate (darauf hindeuten, nahelegen, blinken)
Richtig, das ist die Zeit der frühen Naturwissenschaft – genau da brauchte man plötzlich ein Wort für „die Messung legt etwas nahe„.
Deshalb klingt „indicate“ bis heute ein bisschen nach Labor, Statistik und Bericht. Wenn du in einem Text sachlich und seriös wirken willst, ist es genau dein Wort.
indicate – Bedeutung, Unterschied zu show und Merkhilfe im Überblick
Hier noch einmal alles Wichtige auf einen Blick:
⇒ Kernbild: „etwas in eine Richtung hin aussagen“
⇒ Bedeutungen: auf etwas hindeuten / anzeigen / auf etwas zeigen / zu verstehen geben / (britisch) blinken
●indicate vs show ⇒ indicate = Schlussfolgerung, du musst selbst weiterdenken; show = direkte Vorführung. Merksatz: Menschen zeigen (show), Daten deuten hin (indicate).
●„hinweisen auf“ ⇒ Mensch macht aufmerksam = point out; Befund lässt schließen = indicate.
●Aussprache ⇒ /ˈɪndɪkeɪt/ = IN-di-keit, Betonung vorne. Auch indicator wird vorne betont, aber indication auf „-KEI-“ und indicative auf „-DI-„.
●Falsche Freunde ⇒ „Indiz/Indizien“ = circumstantial evidence, nicht „indication“. Und ein britischer indicator ist der Blinker.
Online Etymology Dictionary (etymonline.com), Einträge „indicate“, „indication“, „index“
Longman Dictionary of Contemporary English (ldoceonline.com), Einträge „indicate“, „indicator“, „indication“
Dictionary.com, Eintrag „indicate“
Wiktionary (en.wiktionary.org), Einträge „indicate“, „indicator“, „indicative“
Duden online (duden.de), Einträge „Indiz“, „hinweisen“, „hindeuten“